Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus in Strub

Aus bislang ungeklärter Ursache kam es in einem Mehrfamilienhaus in Strub zu einem Brand. Beim Eintreffen der Feuerwehr war noch eine Person in dem weitgehend unbewohntem Haus. Der Bewohner konnte das Haus nicht mehr über das Treppenhaus verlassen, da sich der Rauch aus dem Brand im Keller bereits auf das Treppenhaus ausgebreitet hat. Aufgrund der Größe des Objekts wurden vom Einsatzleiter Georg Graßl mehrere Einsatzabschnitte gebildet. Der 2. Kommandant der Feuerwehr Berchtesgaden wurde als Abschnittsleiter “Personenrettung” mit der Personenrettung und evtl. erforderlichen Brandbekämpfung im 2. OG beauftragt. Hierzu wurden ihm die Drehleiter und das Hilfeleistungslöschfahrzeug der Feuerwehr Berchtesgaden unterstellt.Der 35-jährige Bewohner wurde daraufhin, mit Hilfe der Drehleiter der Feuerwehr Berchtesgaden, vom Balkon der komplett verrauchten Wohnung im 2. Obergeschoß gerettet und anschließend dem Rettungsdienst übergeben. Die Person wurde durch den nachgeforderten Notarzt untersucht und danach zur weiteren Versorgung ins Kreiskrankenhaus Berchtesgaden gebracht. Da nicht klar war, ob sich noch weitere Personen in der Wohnung befanden, wurde die Wohnung noch von Atemschutztrupps durchsucht. Diese Suche verlief ergebnislos. Auch war in der verrauchten Wohnung im 2. Obergeschoss kein Brand feststellbar. Als Abschnittsleiter “Brand” wurde Franz Wendl von der Feuerwehr Bischofswiesen mit der Brandbekämpfung im Keller betraut. Hierzu wurden ihm die Fahrzeuge der Feuerwehren Bischofswiesen (TLF 16/25, LF 16/12 und LF 8/6) und der Feuerwehr Schönau (TLF 16/25) unterstellt. Mit dem Wasser aus den Löschwasserbehältern der Löschfahrzeuge gingen, parallel zur Personenrettung im 2. OG mehrere Trupps unter Atemschutz in den Keller zur Brandbekämpfung vor. Wertvolle Hilfe bei der Lokalisierung der Brandherde leisteten hierbei die Wärmebildkameras der beteiligten Feuerwehren. Durch die Wärmebildkameras konnte das Feuer im verwinkelten Keller entdeckt und dann mit Hohlstrahlrohren bekämpft werden. Der Keller und die verrauchte Wohnung wurden mittels Überdrucklüfter rauchfrei gemacht. Zur weiteren Wasserversorgung wurden 2 B-Leitungen aus je einem Oberflurhydranten vom LF 8/6 der Feuerwehr Bischofswiesen und vom LF 16/12 der Feuerwehr Schönau aufgebaut. Um jederzeit ausreichend Atemschutzgeräteträger für die Brandbekämpfung zur Verfügung zu haben, wurde eine Atemschutzsammelstelle eingerichtet. Als Abschnittsleiter hierfür wurde der Kommandant der Feuerwehr Schönau, Sebastian Walch, eingesetzt. Hierfür wurden zuerst 4 Trupps Atemschutz nachalarmiert. Daraufhin rückten die Feuerwehr Königssee mit dem StLF und dem LF 8 aus. Später wurden noch 10 Trupps Atemschutzgeräteträger nachalarmiert, worauf die Feuerwehr Ramsau mit LF 8, Feuerwehr Berchtesgaden-Löschzug Maria Gern mit dem LF 8/6 und die Feuerwehr Marktschellenberg mit dem HLF 20 zur Einsatzstelle entsandt wurden. Für die Atemschutz-Logistik wurden dem Abschnittsleiter der ELW 1 der Feuerwehr Schönau und der Versorgungs-Lkw der Feuerwehr Berchtesgaden zugeteilt. Aufgrund der Tatsache, dass fast alle Feuerwehren des südlichen Landkreises im Einsatz waren, wurden weitere Feuerwehren zur Gebietsabsicherung alarmiert. Dies war erforderlich um für evtl. weitere Feuerwehreinsätze gerüstet zu sein. Zur Gebietsabsicherung verblieben daraufhin in Ramsau das TLF 16/25 und in Marktschellenberg das LF 8 in den Feuerwehrhäusern. Das Feuerwehrgerätehaus Berchtesgaden wurde vom Löschzug Au der Feuerwehr Berchtesgaden mit dem LF 10/6 besetzt.Außerdem wurde noch die Feuerwehr Bayerisch Gmain zur Gebietsabsicherung mit dem HLF 20 alarmiert. Von der Kreisbrandinspektion waren Kreisbrandinspektor Brandner und die Kreisbrandmeister Pirker, Dufter und Brandl an der Einsatzstelle, um sich ein Bild von den Einsatzmaßnahmen zu machen. Die rettungsdienstliche Absicherung des Einsatzes erfolgte durch das BRK mit 2 Rettungswagen und 2 Notärzten. Außerdem wurden noch die Schnelleinsatzgruppen aus Berchtesgaden und Bad Reichenhall nachalarmiert. Für die Ermittlung der Brandursache war zunächst die Polizei Berchtesgaden mit einer Streife vor Ort. Da Verdacht auf Brandstiftung bestand wurde die Kripo eingeschaltet. Die Ermittler des Traunsteiner Kriminaldauerdienstes (KDD) übernahmen daraufhin vor Ort die Untersuchungen zur Brandursache und gehen von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 50.000 Euro geschätzt.


Einsatzart Brand
Alarmierung B 3 - Kellerbrand
Einsatzstart 25. Dezember 2014 18:36
Mannschaftstärke 215
Einsatzdauer 3 Stunden, 59 Minuten
Fahrzeuge Einsatzleitwagen
LF 16/12
LF 8/6
MZF
Ehemaliges Fahrzeug: TLF 16/25
Alarmierte Einheiten Feuerwehr Bischofswiesen mit Einsatzleitwagen, TLF 16/25 und LF 16/12
TLF 16/25 Feuerwehr Schönau am Königssee
DLK 23/12 Feuerwehr Berchtesgaden (inkl. HLF 20 als Begleit-LF)
Nachalarmierte Einheiten:
Feuerwehr Berchtesgaden mit ELW 1, MZF, TLF 16/25, GW Logistik und LF 8/6 LZ Maria Gern
Feuerwehr Schönau am Königssee mit LF 16 und MZF
Feuerwehr Königssee mit StLF und LF 8
Feuerwehr Ramsau mit LF 8
Feuerwehr Marktschellenberg mit HLF 20
Zur Gebietsabsicherung eingeteilte Einheiten:
Feuerwehr Ramsau mit TLF 16/25 im Feuerwehrhaus Ramsau
Feuerwehr Marktschellenberg mit LF 8 im Feuerwehrhaus Marktschellenberg
Feuerwehr Berchtesgaden - Löschzug Au mit dem LF 10/6 im Feuerwehrhaus Berchtesgaden
Feuerwehr Bayerisch Gmain mit HLF 20 im Feuerwehrhaus Bischofswiesen