Kommandant Graßl berichtet auf Dienstversammlung von einem arbeitsreichen Jahr

6. April 2018
Öffentlichkeit Vereine
Bei der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bischofswiesen im Gasthaus „Oberkälberstein“ ging deutlich hervor, welch gute Arbeit in den vier Löschzügen der Wehr geleistet wird. Im vergangenen Jahr rückte die Bischofswieser Feuerwehr zu insgesamt 102 Einsätzen jeglicher Art und Größe aus. Knapp 2.700 Stunden freiwilligen Dienst am Nächsten leisteten die 124 Wehrkameradinnen und -kameraden. Zur neuen Schriftführerin wurde Helena Schöbinger gewählt, die bereits von der Vorstandschaft vorübergehend zu dieser Position berufen wurde.

Bürgermeister Thomas Weber lobte als dienstlicher Chef der Bischofswieser Feuerwehr in seinen Grußworten das Engagement jedes einzelnen Wehrmitglieds und bedankte sich, dass er sich zu jeder Zeit voll und ganz auf „seine“ Feuerwehr verlassen könne. Auch im vergangen Jahr sei die Feuerwehr wiederum bei vielfältigen Einsätzen gefordert gewesen. Weber bedankte sich außerdem bei allen Bischofswieser Arbeitgebern, die tagsüber ihre Leute zur Verfügung stellen, sodass auch am Tag immer eine ausreichende Mannschaftsstärke für den Dienst am Nächsten zur Verfügung stehe. Des Weiteren erklärte er, dass sich die vom nun abgeschlossenen Feuerwehrbedarfsplan geforderten neuen Fahrzeuge bereits im Haushaltsplan der Gemeinde befänden.
Kommandant Georg Graßl informierte die Versammlung anschließend im Detail über personelle Dinge und lieferte einen Tätigkeitsbericht seiner Mannschaft. Auf 124 Feuerwehrleute bezifferte Georg Graßl seine Aktiven, die sich in 117 Männer und sieben Frauen aufteilen und gemeinsam das breite Einsatzspektrum im Jahr 2017 aufarbeiteten. Dabei ging es von Türöffnungen, über Absperrdienste, Beseitigungen von Ölspuren, Unwetterschäden bis hin zu Großbränden und schwierigen technischen Hilfeleistungen. Graßl berichtete von einigen besonderen Einsätzen im vergangen Jahr, so wie beispielweise einem LKW, der mit seinem Greifarm in eine Oberleitung fuhr und somit eine große Gefahr für die Rettungskräfte und den Insassen darstellte oder auch dem Großbrand beim Perlerlehen in Berchtesgaden, bei dem der Stadel in Vollbrand stand, die Feuerwehren des Talkessels aber einen Übergriff auf das Wohnhaus verhindern konnten. Im Jahr 2017 rückte die Feuerwehr Bischofswiesen zu insgesamt 102 Einsätzen aus. Davon 21 Brandeinsätze, 68 technische Hilfeleistungen, vier Sicherheitswachen und neun sonstige Tätigkeiten. Dabei ergibt sich eine gesamte Einsatzzeit von 2.680 Stunden. Neben den vielen Einsatzvariationen verrichtete man auch Bereitschaftsdienste, leistete Dienste im Nachrichten- und Verwaltungswesen, nahm an Schulungen, Übungen und Ausbildungen teil, sodass im letzten Jahr insgesamt 12.292 Stunden in die Feuerwehr investiert wurden. Außerdem verzeichnete die Jugendfeuerwehr Bischofswiesen im Jahr 2017 einen Stand von 14 Mitgliedern, die im vergangen Jahr an vielen Übungen, Ausbildungen, Prüfungen und Fortbildungen teilnahmen. Auch wurde beispielsweise die deutsche Jugendspange abgenommen und ein 24-Stunden-Berufsfeuerwehrtag absolviert. Kommandant Georg Graßl sprach den Jungendausbildern der Wehr seinen Dank aus und erklärte, dass die Jugendfeuerwehr weiterhin ein großes Aushängeschild der Feuerwehr Bischofswiesen sei. Er dankte außerdem auch seinem Stellvertreter Martin Irlinger für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung. Ferner richtete er Dankesworte an Bürgermeister Thomas Weber als Stellvertreter der Gemeinde, die Kreisbrandinspektion, die Polizeiinspektion Berchtesgaden und das Rote Kreuz.
Im darauffolgenden Tagesordnungspunkt „Wünsche und Anträge“ sprachen auch der der Leiter der Polizeiinspektion Berchtesgaden Willi Handke, der Vertreter des Roten Kreuzes Florian Holzinger und Kreisbrandrat Josef Kaltner ihre Grußworte aus. Kaltner bedankte sich besonders für das überörtliche Engagement der Feuerwehr Bischofswiesen.
Nach dem öffentlich-rechtlichen Teil der Feuerwehr-Generalversammlung begrüßte der Vorstand des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Bischofswiesen, Andreas Aczel, die zahlreich erschienenen Feuerwehrleute und Ehrengäste. Er berichtete weiter von einigen Bezuschussungen des Fördervereins für die Feuerwehr, wie z. B. die Kostenübernahme für die Beleuchtung und Multimedia-Installation im Feuerwehrstüberl, die großen TV-Bildschirme für die Fahrzeughalle oder diverse Zuschüsse für die Jugendausbildung. Er betonte besonders, dass der Verein diese Kosten sehr gerne übernehme und genau dafür gedacht sei. Des Weiteren berichtete Aczel, dass die ehemalige Schriftführerin Nicole Strauch, die aktive Feuerwehr und den Förderverein verlassen hat. Seitdem übernehme Helena Schöbinger, die von den beiden Vorständen als Schriftführerin in die Vorstandschaft berufen worden ist, den Posten der Schriftführerin. Diese schlug Andeas Aczel zur anschließenden Wahl vor. Nach dem Vorstandsbericht folgten noch die Berichte der kommissarischen Schriftführerin und des Kassiers Josef Walch. Im Anschluss an die Vereinsberichte wurde Helena Schöbinger von der Versammlung einstimmig zur neuen Schriftführerin gewählt, sie nahm die Wahl mit Dank an.

Helena Schöbinger, Schriftführerin