Leistungsabzeichen mit Bravour bestanden

22. September 2017
Ausbildung
Vor kurzem wurde in Bischofswiesen das Leistungsabzeichen „Löschgruppe im Einsatz“ in den verschiedenen Stufen abgelegt. Die einzelnen Stufen sind von Bronze, Silber, Gold, Gold-Blau, Gold-Grün und Gold-Rot gestaffelt. Nachdem man am Montag mit dem Üben, unter der Leitung von Josef Ilsanker begann, wurde am Freitag das Abzeichen unter den strengen Augen der Schiedsrichter, allen voran Josef Walch aus Berchtesgaden/Maria Gern und seinen Kollegen Kreisbrandmeister Harald Pirker aus Bayerisch Gmain und Christian Wagner aus Marktschellenberg abgelegt.

Als der Gruppenführer die Gruppe den Schiedsrichtern gemeldet hatte, fand die Auslosung der verschiedenen Trupps statt. Der Gruppenführer zog sich zurück um einen Fragenbogen zu beantworten, während seine Kameraden sich der Knotenkunde und den Zusatzaufgaben unterziehen mussten.

 

Dann hieß es „Löschgruppe zur Einsatzübung gemäß Auslosung angetreten“! Angenommen war ein Brand in einem Nebengebäude, in dem sich keine Menschen und Tiere mehr in Gefahr befanden. Trotzdem war ein Einsatz unter schweren Atemschutz indiziert. Nachdem der Gruppenführer in seinem Einsatzbefehl die Wasserentnahmestelle, die Lage des Verteils und die Aufgaben des Schlauchtrupps ausgesprochen hatte, hieß es „zum Einsatz fertig“! Und ab da wurde die Zeit genommen. Ziel war es, innerhalb von 300 Sekunden einen kompletten Löschaufbau mit Bereitstellung aufzubauen und die verschiedenen Einsatzziele zu erreichen. Weit unter der Soll-Zeit kam vom Schlauchtrupp-Führer der Befehl „Auftrag ausgeführt“ und die Zeit konnte gestoppt werden.

 

Dann folgte der letzte Teil der Leistungsprüfung; das Saugschlauchkuppeln. Hier galt es, innerhalb von 100 Sekunden eine Saugleitung mit vier Saugschläuchen aus dem Löschfahrzeug zu entnehmen, zusammen zu kuppeln und mit Halteleine und Ventilleine zu versehen. Nach dem Befehl des Gruppenführers „Zum Saugschlauchkuppeln fertig“ starteten die Schiedsrichter ihre Stoppuhren. Nach der Zwischenzeitangabe des Schiedsrichters „60 Sekunden“ waren es nur noch ein paar Handgriffe, die zu tätigen waren. Innerhalb von 100 Sekunden war die Saugleitung fertig und es konnte mit der Trockensaugprobe begonnen werden. Dies ist der nervenaufreibendste Teil der ganzen Prüfung. Nun muss die Technik zeigen, ob sie ihren Anforderungen genüge tut. 180 Sekunden muss der Zeiger des Manometers zum Ansaugen am Pumpenbedienstand still stehen.

In jeder Sekunde kann man den Herzschlag der Prüflinge hören, die wie in Trance auf den Zeiger des Manometers schauen. Nachdem sich die Anzeige des Manometers nicht bewegt hatte, viel allen ein Stein vom Herzen, als der Abbau befohlen wurde.

 

Im Anschluss folgte die Übergabe der Abzeichen an die Prüflinge. Hauptschiedsrichter Josef Walch konnte allen zur bestandenen Leistungsprüfung gratulieren und überreichte zusammen mit Harald Pirker und Christian Wagner die Abzeichen. Kreisbrandmeister Pirker überbrachte auch die Grüße der Kreisbrandinspektion und machte nochmal deutliche, wie wichtig dieses Abzeichen für den realen Einsatz sei, da hier die Grundhandgriffe der Feuerwehr immer wieder beübt werden.

 

Bildtext:

Die Leistungsgruppe mit den Schiedsrichtern Harald Pirker (2. v.l.), Christian Wagner (2. v.r.), Josef Walch (r.) und den Ausbildungsleiter der Feuerwehr Bischofswiesen Sebastian Waldherr (l.).