Brandmeldealarm meldet schwierigen Dehnfugenbrand

Weniger nach 2 Stunden nach dem vorherigen Alarm wurde die Feuerwehr erneut in die Reha-Klinik Medical Park Loipl gerufen.

Dieses Mal löste die Brandmeldeanlage in der Reha-Klinik Medical Park Loipl den Alarm aus. Die Anlage meldete Rauch in der Zwischendecke des Vorraums, der der Feuerwehr noch vom vorherigen Einsatz bekannt war.

Beim Öffnen der Zwischendecke konnte ein leichter, süßlicher Rauch festgestellt werden. Auch in den Nebenräumen konnte ein leichter Rauchgeruch wahrgenommen, jedoch nicht lokalisiert werden. Es konnte wieder kein Brand und auch keine ungewöhnliche Wärmeentwicklung festgestellt werden. 

Auf Nachfrage erklärte der Haustechniker, dass das darunterliegende Geschoß leer steht. Dort finden derzeit Bauarbeiten statt. Daraufhin ordnete der Einsatzleiter an, dass das 2. HLF das Erdgeschoß erkunden sollte, während das 1. HLF weiterhin im Obergeschoß nach der Herkunft des Rauchs suchen sollte.

Im Erdgeschoß bemerkte die Besatzung des HLF 2, dass an einem Durchgang eine Tür verschlossen war. Davor war eine Folie angebracht, vermutlich um die Türe vor einer Verschmutzung durch die Bauarbeiten zu schützen. In dem wenige Zentimeter breiten Zwischenraum zwischen Türe und Folie konnte eine Verrauchung festgestellt werden. Nach dem Entfernen der Folie war eine Dehnfuge sichtbar, die mit Dämmmaterial gefüllt war. Hier war ein sehr geringer Rauchaustritt erkennbar.

Das Ablöschen mit einer Kübelspritze führte dazu, dass der Rauch an der anderen Seite der Wand austrat, an der sich ebenfalls eine Tür befindet. Nachdem die Kübelspritze sich als nicht ausreichend erwies, wurde die Brandbekämpfung nunmehr mit einem C-Rohr fortgesetzt. Es rauchte nun leicht ,abwechselnd an der einen und der anderen Seite der Mauer, aus der Wand. Als erkennbar war, dass es im Mauerwerk zwischen zwei Türen einen Schwelbrand gab, stellte sich die Frage, wie weit sich dieser Brand ausgebreitet hatte. Um dies zu erkunden wurde mit Bohrmaschinen, die auf der Baustelle vorhanden waren, eine Öffnung in der Mitte der Wand gebohrt. Hier konnte kein Brand lokalisiert werden.

Die Einsatzleitung beriet sich nun telefonisch mit dem Fachberater des THW BGL über die Frage, wie man am Besten in den Zwischenraum zwischen die beiden Wände kommen kann. Daraufhin erfolgte die Nachalarmierung des THW mit dem Technischen Zug und Abstützmaterial.

Das THW hatte nun die Aufgabe, die Wand zu öffnen, um die um die Brandstelle erreichen zu können. Da es sich um eine tragende Wand handelte, musste zunächst die Decke abgestützt werden. Dafür wurde die abgehängte Decke in diesem Bereich entfernt, um die Decke mit EGS abstützen zu können. Nach erfolgter Abstützung wurde mithilfe des Aufbruchhammers eine Öffnung in die Wand gemacht. So konnten alle Glutnester erreicht und von der Feuerwehr gelöscht werden. Da die Wand weniger geöffnet werden musste, als zunächst angenommen, konnte nach Rücksprache mit dem THW-Baufachberater, die Abstützung wieder zurück gebaut werden.

Nach über 5 Stunden konnte schließlich der Einsatz beendet und eine Einsatzstelle dem Haustechniker übergeben werden.


Einsatzart Brand
Alarmierung B BMA
Einsatzstart 17. Dezember 2021 23:00
Mannschaftstärke 20
Einsatzdauer 5 Stunden 12 Minuten
Fahrzeuge ELW 1
HLF 20
HLF 20
Alarmierte Einheiten Feuerwehr Bischofswiesen mit HLF 20
Nachalarmiert: THW BGL mit Technischem Zug